
Der Fischadler unterscheidet sich von den anderen Raubvögeln u.a. durch die nach hinten wendbare Aussenzehe. Er wird reichlich 50 cm lang, der Schwanz ist gebändert. Durch die dunkelbraune Oberseite, den fast reinweissen Kopf mit einem breiten schwarzen Augenfleck und die weisse Unterseite mit dunklem Brustband ist er leicht von anderen, etwa gleich grossen Raubvögeln zu unterscheiden. Im Flug fallen die gewinkelten Flügel auf. Der heimische Fischadler ist ein Zugvogel, der im tropischen und südlichen Afrika überwintert. Er bewohnt fast die ganze Erde, in Europa fehlt er im westlichen, nordwestlichen und südlichen Teil, kommt dagegen in Südspanien und auf den Mittelmeerinsein vor. Auffallend ist sein häufiger Rüttelflug, der über dem Wasser ausgeführt wird und seiner fast ausschliesslichen Jagd auf Fische dient. Er ernährt sich fast ausschliesslich von Fischen, die durch Stosstauchen erbeutet werden. In der Nähe grösserer Gewässer errichtet er seinen umfangreichen Horst in den Wipfeln hoher Bäume und bebrütet in einem aus Knüppeln, Zweigen bestehenden und mit Moos oder anderen Stoffen ausgepolsterten Nest meist 3 Eier von April bis Mai. In Deutschland kommt der Fischadler als Brutvogel lediglich in den östlichen Gebieten vor, wo ihn besonders die grossen Seen anziehen. In anderen Teilen wird er nur umherstreifend angetroffen.