Der Steinbock ist eine stämmige Wildziegenart, deren Böcke einen Kinnbart und kräftige, bis 1,40 m lange, sichelförmig nach hinten geschwungene Hörner haben. Auf der breiten Vorderseite der Hörner befinden sich viele kräftige Wülste. Geissen haben nur 20 cm lange schmale Hörner. Steinböcke sind über viele Gebirgszüge Europas, Asiens und Nordafrikas verbreitet. Am grössten werden die südsibirischen Tiere, der kleinste Vertreter ist der Nubische Steinbock in ägypten und Palästina. Der Alpensteinbock war Mitte des 19. Jahrhunderts durch hemmungslose Jagd und Wilderei fast ausgerottet, denn alle Körperteile galten als gute Medizin und die Apotheker zahlten hohe Preise. Nur im Jagdgebiet des italienischen Königs hatten einige Tiere überlebt. Heute leben Nachkommen dieser letzten Tiere wieder in vielen Gebieten. Sie sind ausgezeichnete Kletterer und halten sich meist in Felsgebieten oberhalb von 2500 m Höhe auf, auch im Winter. Dann ist ihre Paarungszeit und die Böcke ziehen zu den Geissen, von denen sie den Sommer über getrennt gelebt hatten. Zu den Rivalenkämpfen richten sich die Böcke auf ihre Hinterbeine auf und prallen, beim nach vorn Fallen, mit ihren Hörnern aufeinander.