Die grösste Gründelente unserer Gewässer ist zugleich die häufigste heimische Wildente, die über ganz Europa, Nordafrika und Asien bis Japan verbreitet ist und in einer ausserordentlich ähnlichen Form auch auf Grönland brütet. Bisweilen zieht sie in strengen Wintern nach Indien bzw. auf die Kanarischen Inseln. Auf stehenden Gewässern aller Art mit genügend Vegetation ist sie immer anzutreffen. Je nach klimatischen Bedingungen sind die Stockenten Stand-, Strich- oder Zugvögel.
Das Männchen hat einen glänzend grünen Kopf, ein weisses Halsband, eine kastanienbraune Brust, eine graue Unterseite und am weissen Schwanz gekrümmte schwarze Mittelfedern. Die Flügel sind hellgrau, der Schnabel gelb. Das Weibchen ist braun gefleckt mit grünlichem Schnabel. Im Sommer sieht das Männchen dem Weibchen sehr ähnlich, hat aber einen hellen Flügelspiegel. Die Stockente brütet meist am Boden in der Nähe verschiedener Gewässer, bisweilen auch in verlassenen Nestern auf Bäumen. Bis zu 14 Eier werden ab März bebrütet. Wie bei allen Enten sind die Jungen ausgesprochene Nestflüchter. Als Nahrung sucht sie sich neben Pflanzlichem allerlei kleine Tiere des Wassers und des Schlickes.