
Der Vogel ist leicht an seinem dunkel-schiefergrauen Gefieder mit weissen seitlichen Streifen sowie an der roten Farbe des Schnabels (mit gelber Spitze) und des Stirnschildes zu erkennen. Dieser Bewohner der mit dichter Vegetation bewachsenen Flussufer, Seen und Teiche kommt weltweit vor (ausser in Wüsten, in Australien und der Antarktis).
Zwischen den Flügelfedern versteckt trägt das Teichhuhn eine Art Nagel oder grober Kralle (sie erinnert an ein primitives Merkmal der Vögel, das man noch bei einigen fossilen Formen beobachtet), deren es sich bedient, um mit vier Füssen" die abschüssigen Flussufer zu ersteigen oder um die Wasserpflanzen zu durchdringen.
Auch die Art und Weise, wie das Teichhuhn die Jungen aufzieht, ist sehr interessant: Die Tiere brüten 2- bis 3mal im Jahr, und die Jungen schlüpfen nach 19 bis 22 Tagen. Die Geschwister der ersten Bruten nehmen aktiven Anteil an den folgenden Bruten, indem sie den Neugeborenen Nahrung bringen und sie anschliessend ins Wasser und ins Dickicht führen. Diese Aufzuchtmethode findet sich auch noch bei anderen Vögeln (Schwalben, Kohlmeisen).
Streitsüchtig und kampflustig auf dem eigenen Territorium, ist das Teichhuhn sonst sehr vorsichtig und hält sich stets in der Nähe des sicheren Unterschlupfs pflanzenreicher Flussufer. Es taucht beim ersten Zeichen von Gefahr sofort unter.
Quelle: Welt der Tiere", 1977 von Rizzoli Editore International Division, Mailand