Im nächsten Raum treffen wir auf die grösste Vitrine. Eine einzige, grosse Glasfront von 9,6 m x 1,8 m gibt den Blick frei in ein Alpenpanorama. Es braucht diesen grossen Raum, sollen die Tiere der Alpen so recht zur Geltung kommen. Die Podeste der einzelnen Tiere sind in die Felskulisssen eingebaut. Die zartviolett gestrichene Rückwand trifft gut das Zwielicht eine Abenddämmerung in den Bergen. Wie gut sich in dieses Landschaftsbild die Steinwildgruppe einfügt, der Gemsbock und die Gemsgeiss mit den zwei Kitzen, der herrliche Steinadler, der balzende Auerhahn, die Birkhuhngruppe, der prachtvolle Uhu! In einem Scneetälchen - "Sägespäne" täuschen den Schnee vor - finden sich drei Alpenschneehühner, zwei Wieseln im Winterkleid, ein Schneehase im Winterkleid und einer im Übergangskleid. Auf einer schon aperen Alpenmatte dagegen erkennt man einige Alpenschneehühner im Sommerkleid und einige Murmeltiere. Über das ganze Gebiet zerstreut treffen wir auf typische Kleinvögel der Alpen: Alpenbraunelle, Ringdrossel, Alpenmauerläufer, Steinschmätzer, Schneefink, Zitronenzeisig, Alpensegler...
Gegenüber dieser grössten Vitrine steht die kleinste, die Vitrine für die Singvögel und die Kleinvögel. Auf Brettern, die in verschiedenen Farben gestrichen sind und an Nylonfäden auf verschiedener Höhe hängen, sind die Singvögel familienweise montiert: Meisen, Finken, Laubsänger, Grasmücken, Fliegenschnäpper, Ammern, Schwalben, Segler u.a. Dazu kommen auf dem Boden der Vitrine, ins Laub gesetzt, die verschiedenen Drosseln und, auf Steine gesetzt, die Lerchen und Stelzen. Unter den 96 Arten, die hier gezeigt werden, findet jedermann einige ihm bekannte Vögel: Den auffällig gelb gefärbten Pirol, dessen Stimme nicht weniger hell klingt, oder den Wiedehopf mit seiner Federhaube, die er wie einen Fächer ausbreiten kann. Merkwürdig, dass gerade dieser so hübsche Vogel berüchtigt ist durch sein unordentliches, stinkendes Nest!