Tiere in Wald und Feld

Im Diorama links fühlt man sich mitten in den Wald versetzt.

Was trägt zu diesem Effekt bei? Ist es der prächtige Torso einer Weisstanne hinten links? Auf ihren gekappten Ästen haust eine Sperberfamilie, an ihrer von Flechten bewachsenen Rinde duckt sich eine Waldohreule, in ihrem Geäst jagt ein Baummarder ein Eichhörnchen und hinter ihrem Stamm äugt ein Rehbock herrvor. Oder ist es die schöne junge Buche im Vordergrund? Auf ihr finden wir den Kuckuck in allen seinen Lebensstadien: einen kräftigen Nestling, der sich von einem viel kleineren Rotkehlchen füttern lässt, einen Jungvogel und ein ausgewachsenes Weibchen. In der Natur ist der Kuckuck wohl leicht zu hören. Aber wer hat ihn schon je so nahe zu Gesicht bekommen?

Der mit Korkschrot bedeckte Boden imitiert recht gut einen humusreichen Waldboden. Die gestaffelt gestellten und verschieden abgetönten Seitenwände erhöhen die Raumwirkung. Und schliesslich nimmt das Grossfoto an der Rückwand die Waldszenerie auf und entführt uns noch tiefer ins Gehölz. Und was es nun alles in diesem Lebensraum zu sehen gibt! Hinten links dominiert ein röhrender Hirsch, dort wechseln ein Wildschwein und ein Dachs durch das Revier, quer durch hoppelt ein Feldhase und drüben rechts schleicht ein Fuchs durch das Unterholz, während seine Jungen vergnügt spielen. In Wald und Feld gehören auch die Tauben; wenn man das Gelände etwas absucht, kann man alle fünf einheimischen Arten aufstöbern. Dazu kommen Rebhuhn, Wachtel, Haselhuhn, Steinhuhn. Ganz vorne schlüpft ein scheuer Zaunkönig eben aus dem seitlichen Aussgang seines kugeligen Nestes aus Tannenreisig. Mäusebussard, Wacholderdrossel, Fasane gesellen sich zu dieser Fauna.

In der Grossvitrine gegenüber sind die wichtigsten Tiergruppen aus Wald und Feld übersichtlich und umfassend zusammengestellt. Fangen wir rechts hinten an: Da werden neun Eulenarten gezeigt, von der grössten bis zur kleinsten, vom Uhu bis zum Sperlingskauz. An sie schliessen sich die Rabenvögel an: Die gesamte Sippschaft ist beisammen, zehn verschiedene Arten. Auf einem langen, hochgestellten Brett, das den Raum quer durchschneidet, sind die Spechte angebracht, sieben Arten. Da immer Männchen und Weibchen zu sehen sind, kann man die geschlechtstypischen Merkmale gut ablesen. Übrigens zeigen nicht nur die Spechte einen solchen Geschlechtsdimorphismus. Es ist eine interessante Aufgabe für eine Schülergruppe, bei einem Gang durch die Sammlung alle Vogelpaare mit dieser Eigenschaft aufzufinden.

Doch bleiben wir bei unserer Vitrine! In ihrer linken Hälfte haben die Greifvögel Platz gefunden; der blau gestrichene Hintergrund symbolisiert ihren Lebensraum, die lichten Höhen. Man kann volle zwölf Arten zählen, die ihrerseits zu verschiedenen Familien gehören: Falken, Bussarde, Milane, Weihen... Zum Teil werden sie fliegend gezeigt, zum Teil sind sie an der Wand montiert, zum Teil sitzenn sie auf Holzwürfeln. Vor ihnen zeigen sich einige Vertreter der Raubtiere: Fuchs, Dachs, Iltis, Wiesel, Mauswiesel... Wenn wir den Kreis schliessen, stossen wir auf eine Gruppe Fledermäuse und zuletzt auf die Kleinsäugetiere,die Insektenfresser mit Igel, Maulwurf und Spitzmaus, und die Nagetiere mit Haselmaus, Gartenschläfer, Waldwühlmaus - insgesamt 13 Arten.

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